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Rottweil bleibt bunt und vielfältig

Veröffentlicht am 25.02.2024 in Kreisverband
 

Mirko Witkowski bei seiner Rede.

Rottweil bleibt bunt und vielfältig. Am Samstag und Sonntag haben wir in Rottweil gezeigt, dass wir für Demokratie und Freiheit stehen. Unser SPD-Kreisvorsitzender Mirko Witkowski durfte vor 2000 Demokratinnen und Demokraten eine Rede halten. Gigantisch, wie das Publikum mitgegangen ist. Hier seine Rede:

Guten Morgen Rottweil,

es ist unglaublich, wie viele Menschen zu dieser Demo gekommen, das ist ein ganz starkes Zeichen, ganz herzlichen Dank!

Mein Dank gilt dem Orga-team, der Polizei und den Rettungskräfte.

Wer hätte vor kurzem noch gedacht, dass ein solch starkes Bekenntnis zur Demokratie noch einmal notwendig werden sollte. Gemeinsam stehen wir für Demokratie und Freiheit.

Es darf nicht wieder sein, dass Menschen aus anderen Kulturen oder Religionen in diesem unserem Land verfolgt werden. Es war 1933 als die Verfolgung begann. So wurden damals Bürgerinnen und Bürger auch in Rottweil wegen ihres jüdischen Glaubens, wegen körperlicher Einschränkungen oder wegen ihrer politischen Einstellung von Nazis deportiert und ermordet.

Das sind unvorstellbare Verbrechen und kein Vogelschiss der deutschen Geschichte, wie die AfD verharmlosend sagt, das waren schreckliche Verbrechen, die sich nie wiederholen dürfen, nie wieder und dieses Nie wieder ist jetzt!

Unsere persönlichen Berührungspunkte sollten wir, so der Wunsch des Organisationsteams, in unsere Beiträge aufnehmen. Ja, diese persönlichen Berührungspunkte gibt es: Jedes Jahr am 27. Januar gedenken wird auch in meiner Heimatstadt Schramberg den Opfern des Nationalsozialismus.

Selbstverständlich bin ich jedes Jahr mit dabei, wenn am Gedenkstein für die Opfer aus Schramberg ein Kranz der Stadt Schramberg niedergelegt wird. Wenn ich mir die Namen, die auf dem Gedenkstein stehen, anschaue und daran denke, in welcher Form diese Menschen für unsere Gesellschaft gewirkt haben, wird mir jedes Mal bewusst, dass auch ich dies sein könnte, wenn ich damals gelebt hätte und in gleicher Weise engagiert gewesen wäre, wie heute. Es ist unsere starke Demokratie, unsere Freiheit, die es mir erlaubt, mich politisch und gesellschaftlich zu engagieren.

Und dann gibt es die Geschichte meines Urgroßvaters, der als Gewerkschaftssekretär in Offenburg von den Nazis durch die Stadt gejagt und getreten wurde.

Beim Blick in die Geschichte, stellen wir alle uns die Frage: Was hätten wir 1933 getan? Sicher beantworten können wir dies nicht. Aber die Antwort, die wir jetzt geben lautet: Wir stehen auf, wir wehren den Anfängen und demonstrieren laut und deutlich gegen Rechtsradikale und Rassisten. Wir stehen ein und verteidigen unsere Demokratie und unsere Freiheit, das ist unsere Antwort!

Aus drei Gründen ist es großartig und wichtig, dass so viele Menschen, wie noch nie in der deutschen Nachkriegsgeschichte, auf die Straße gehen:

-              Die Rechtsradikalen erzählen ja immer wieder, dass sie eine schweigende Mehrheit in der Bevölkerung hinter sich hätten.

Nein, haben sie nicht!  Dass tausende Menschen auf Demonstrationen - wie heute hier in Rottweil sind, das ist der Beweis:

Wir Demokratinnen und Demokraten sind mehr als ihr rechtsradikalen Demokratiefeinde!

-              Zweitens sind solche Demonstrationen wichtig, weil unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund Angst haben, ob sie bei uns noch sicher sind.

Unser gemeinsames klares Signal lautet: Ihr seid bei uns willkommen, unser Land bleibt weltoffen und vielfältig.

-              Drittens: sind die Demonstrationen aber auch ein Signal und Auftrag an die Politik: Streitet weniger und geht die Probleme der Bürger an. Wer sich keine Sorgen um seine Zukunft machen muss, der ist auch nicht anfällig für rechtsradikale Parolen.

 Aber: Es darf nicht nur beim Demonstrieren bleiben.

- Im Alltag gilt es, ausländerfeindlichen Parolen zu widersprechen.

- Unsere Rechtsgrundlagen müssen wehrhaft ausgestalten werden, damit sie von verfassungsfeindlichen Parteien nicht untergraben werden können.

- Gehen Sie am 9. Juni - bei aller Kritik an Europa – wählen.

Europa und unsere Kreistage, Gemeinderäte und Ortschaftsräte sind zu wichtig, um sie Rechtsradikalen zu überlassen!

Denn die Rechtsradikalen haben keine Antworten. Die AfD will aus der EU austreten, was - siehe Großbritannien - ein Desaster für unsere Exportwirtschaft wäre, sie will Mindestlohn und Mieterschutz abschaffen und sie wendet sich gegen jeden Klimaschutz.

Das alles wäre ein großer Rückschritt für unser Land. Darum ist es ganz klar: Die AfD verrät deutsche Interessen, die AfD ist brandgefährlich für unser Land und darf nirgendwo an die Macht kommen!

In wenigen Monaten feiert unser Grundgesetz seinen 75. Geburtstag. Das Grundgesetz garantiert uns seit 75 Jahren Freiheit und Demokratie.

Und allen Radikalen und Extremisten sage ich zum Schluss: Das bleibt auch so, wir wollen Freiheit und Demokratie, wir wollen keine rechte Hetze, unser Land bleibt bunt, unser Land wird nie wieder kackbraun, dafür sorgen wir Demokratinnen und Demokraten, und wir sind mehr!

Ich danke für Ihre und Eure Aufmerksamkeit!

 

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07.05.2024, 18:30 Uhr Volksantrag „Ländle leben lassen – Flächenfraß stoppen“

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