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Der Einsamkeit begegnen

Veröffentlicht am 08.10.2023 in Landtagsfraktion
 

Mit dem Thema Einsamkeit beschäftigte das Sozialforum der SPD Baden-Württemberg bei einer Veranstaltung in Rottweil.

Menschen zusammenbringen und sie vor Einsamkeit bewahren - das ist ein Ziel der SPD Baden-Württemberg. Wie dies gelingen kann und was es dazu braucht, wurde in einem Sozialforum im „Kapuziner“ in Rottweil mit einer interessierten Zuhörerschaft diskutiert und besprochen. Die SPD-Landtagsabgeordneten Dorothea Kliche-Behnke und Florian Wahl referierten zunächst über das Phänomen Einsamkeit und dessen Folgen.

Spätestens seit der Corona-Pandemie ist das Thema „Einsamkeit“ mitten in der Gesellschaft angekommen. Ausgelöst durch die Lockdowns und durch Einschränkungen im gesellschaftlichen Leben nahm die Zahl derer deutlich zu, die unter Einsamkeit litten. Längst sind es nicht mehr nur ältere Menschen, die von Einsamkeit betroffen sind. Junge Erwachsene und Jugendliche sind ebenso vom Thema betroffen und leiden unter den Folgen. Insgesamt fühlten sich sechs bis zehn Prozent der Bevölkerung immer oder fast immer einsam.

 

Eine Schwierigkeit sei es, so Dorothea Kliche-Behnke, dass Einsamkeit nicht einheitlich gemessen werden kann. Es ist keine Krankheit und es ist unklar, ab wann jemand als „einsam“ gesehen wird. Man gehe aber davon aus, dass zwischen 15 und 30 Prozent der Menschen betroffen sind. Diese fühlen sich zumindest manchmal einsam. Die Auslöser für das Gefühl der Einsamkeit sind oft sehr individuell und verschieden. Persönliche Schicksalsschläge, emotionale Instabilität, Arbeitslosigkeit und vieles mehr können zur Einsamkeit führen. Auch der Beziehungsstatus sei oft ausschlaggebend. Die Folgen können für die Betroffenen gravierend sein. Eine schlechtere psychische und körperliche Verfassung, ein ungesunder Lebensstil, finanzielle Probleme und eine verringerte innere Stärke gegen Stress seien oft mit Einsamkeit verbunden.

 

Wie den betroffenen Menschen konkret geholfen werden kann, darüber macht sich die SPD viele Gedanken. Im Rahmen der Sozialforen zur Zukunft der Sozialpolitik wurden bereits etliche Ideen formuliert und sollen zukünftig besser berücksichtigt werden.

 

Eine Bestandsaufnahme zur Einsamkeit und sozialen Isolation sei nötig, so Florian Wahl, ebenso wie ein regelmäßiger Einsamkeitsbericht, der alle zwei Jahre Entwicklungen und Veränderungen verdeutlichen soll. Verbessert werden müsse auch die Öffentlichkeitsarbeit über das Thema Einsamkeit. Die Entstehung eines größeren Netzwerkes sei von großer Bedeutung ebenso wie der Ausbau der aufsuchenden sozialen Arbeit.

 

Ganz konkret wurde es im Anschluss an den Fachvortrag in der Diskussion. SPD-Kreisverbandsvorsitzender Mirko Witkowski sprach einen Besuchsdienst an, der über ehrenamtliche Kräfte organisiert wird. In der Öffentlichkeit Räume und Plätze zur Begegnung und zum Verweilen schaffen, war ein weiterer Vorschlag aus der Runde. Ebenso wurde ein „Schwätzbänkle“ oder die Form des Begegnungscafés angesprochen. Großes Potenzial sah man in der zukünftigen Quartiersplanung in den Städten und Gemeinden. Hier könne man durch entsprechende Planungen ebenfalls Begegnungsmöglichkeiten schaffen. Einig war man sich am Ende der Veranstaltung darin, dass das Thema „Einsamkeit“ in der Sozialpolitik der SPD zukünftig eine noch größere Rolle spielen sollte.

 

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