Counter

Besucher:222401
Heute:37
Online:1

Solidarität mit der Telekom

Veröffentlicht am 09.12.2010 in Kreisverband
 

Telekom soll sich zum Standort Rottweil bekennen

SPD-Landtagskandidat Klaus Eisenhardt und SPD-Generalsekretär Peter Friedrich MdB besuchen Telekom-Mitarbeiter bei Mahnwache

„Das grenzt schon an modernes Nomadentum, was die Telekom ihren Mitarbeitern da abverlangt,“ reagiert Klaus Eisenhardt auf das Schicksal einiger Mitarbeiter, die erst vor kurzem von anderen Telekom-Standorten im Süden Baden-Württembergs nach Rottweil wechseln mussten und jetzt nach Stuttgart oder Darmstadt weiterziehen sollen.

Was das für die Mitarbeiter bedeutet, wird Eisenhardt und Friedrich im Gespräch mit den Betroffenen schnell klar. Im günstigsten Fall müssen diese zukünftig nach Stuttgart pendeln, viele jedoch sollen nach Darmstadt wechseln, was unweigerlich einen Umzug oder ein aufs Wochenende beschränktes Familienleben zur Folge hätte. Das können und wollen viele Mitarbeiter nicht in Kauf nehmen. Völlig unverständlich ist für Eisenhardt dieses Geschäftsgebaren bei den betroffenen Arbeitsplätzen im IT-Bereich: „Die sind ortsunabhängig und könnten genausogut als Heimarbeitsplätze eingerichtet werden.“
Dass es der Telekom im Grunde darum geht, auf diesem Weg Mitarbeiter los zu werden, ist den SPD-Politikern klar. Peter Friedrich durfte vor zwei Jahren in seinem Wahlkreis Konstanz schon einmal dasselbe Spiel miterleben. „Die Telekom hat mit ihren Versetzungen einen derartigen Druck auf die Mitarbeiter ausgeübt, dass einige zum Schluss lieber gekündigt haben, als von ihren Familien getrennt irgendwo weiterarbeiten zu müssen.“
Eisenhardt weist darauf hin, dass der Rückzug der Telekom aus der Fläche auch negative Auswirkungen auf den Ländlichen Raum hat. „Wir erleben hier seit Jahren einen Konzentrationsprozess in Richtung der Zentren. Damit gehen dem Ländlichen Raum qualifizierte Arbeitsplätze und notwendige Infrastruktur verloren.“
Gerne kommen die beiden SPD-Politiker einem Wunsch des Rottweiler VerdiVorsitzenden Salvatore Bertolino nach und wenden sich in einem gemeinsamen Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Telekom, René Obermann. Sie werden Obermann auffordern, sich zum Standort Rottweil zu bekennen und damit frühere Äußerungen wahr zu machen.