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Resolution zur Zukunft der Gäubahn

Veröffentlicht am 26.05.2010 in Kreisverband
 

Hans-Martin Haller MdL (li.) neben dem Kreisvorsitzenden Klaus Eisenhardt

"Die Gäubahn retten"! So lautet der Titel einer Resolution, die die SPD bei einer Kreisdelegiertenkonferenz verabschiedet hat. Darin fordert die SPD neben mehr Geld und Engagement von der Landesregierung und der Wiedereinführung der Neigetechnikzüge, vor allem den Ausbau bestehender Bahnlinien. Damit soll die Gäubahn wieder attraktiver werden.

Einen wesentlichen Unterschied gibt es zu den Forderungen der politischen Konkurrenz: Viele der SPD-Forderungen ließen sich zeitnah und ohne große Kosten umsetzen. So sieht die Resolution eine Verlängerung des IC 2015 Emden-Stuttgart bis nach Konstanz vor. Das wäre die Chance, so der Kreisvorsitzende Klaus Eisenhardt, mehr Leute in die Region zu kriegen. Verfasst haben die Resolution Eisenhardt und Volker Lauberbach, vor seiner Pensionierung Fahrdienstleiter bei der Bahn in Rottweil.

Auch den Regionalverkehr will die SPD attraktiver machen. Sie fordert eine „Aufwertung der Regionalexpress-Linien Singen-Stuttgart und Freudenstadt-Stuttgart zu zwei selbstständigen Linien im zeitversetzten Takt“. Das An- und Abkoppeln der Zugteile in Eutingen würde so entfallen und die Fahrzeit dadurch um zwölf Minuten sinken.

Einig mit der politischen Konkurrenz ist sich die Kreis-SPD wenn es um die Neigetechnik ICE’s und den zweigleisigen Ausbau der Strecke zwischen Horb und Neckarhausen geht. Zusammen mit dem Ausbau der Strecke auf der Schweizer Seite würde das die Fahrzeit zwischen Stuttgart und Zürich auf 2:30 Stunden reduzieren, so Lauberbach. Das, erläuterte der Bahnexperte, wäre die Voraussetzung für einen stabilen Taktverkehr und günstige Anschlussverhältnisse.

„Die Kluft zwischen Tat und Forderung ist riesig.“ Das Urteil von Hans-Martin Haller, dem verkehrspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, über die Bemühungen der Landesregierung Verkehrsprojekte auf Bundesebene durchzusetzen, ist vernichtend. Es habe nie auch eine nur halbwegs realitätsbezogene Verkehrsplanung gegeben. „Die Landesregierung muss dafür sorgen, dass der Ausbau der Gäubahn in den Verkehrsrahmenplan für die Verkehrsinfrastruktur des Bundes aufgenommen wird“, machte deshalb Eisenhardt deutlich. Aber auch die Landesregierung sieht der designierte Landtagskandidat in der Pflicht: „Wir fordern die baden-württembergische Landesregierung auf, durch die Zusage der Mitfinanzierung des Gäubahnausbaus die Weichen für einen schnellen Baubeginn zu stellen.“

 

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