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Mirko Witkowski zu Besuch in der NeckarWerkstatt Sulz GmbH

Veröffentlicht am 28.07.2021 in Wahlkreis
 

Zusammen mit der Geschäftsführerin Nadja Keucher (links) machte Mirko Witkowski einen Rundgang.

Mit großer Herzlichkeit wurde der SPD-Bundestagskandidat Mirko Witkowski bei seinem Besuch in der Sulzer NeckarWerkstatt empfangen. In der Einrichtung, die Arbeitsmöglichkeiten für 60 Menschen mit einem Handicap bietet, wurde viel über die aktuellen Herausforderungen gesprochen. Träger aus zwei Landkreisen mit unterschiedlichen Corona-Regelungen, verlernte Fertigkeiten durch die coronabedingt geschlossene Einrichtung, hoher Verwaltungsaufwand und schwierige Abrechnungsmodalitäten waren nur einige Herausforderungen, die gemeistert werden mussten. Doch eigentlich muss der Mensch im Mittelpunkt stehen, ist die Geschäftsführerin der Einrichtung Nadja Keucher überzeugt. Dementsprechend gab es viel Gesprächsbedarf und Wünsche an die Politik, die SPD-Kandidat Witkowski gerne mitnahm und sie an entsprechender Stelle weitergeben wird. 

Seit 2012 ist die NeckarWerkstatt in Sulz in Betrieb und bietet aktuell für 46 Menschen mit einem Handicap Arbeitsmöglichkeiten, hinzu kommen 4 Praktikanten. Damit zählt die Einrichtung eher zu den kleineren Einrichtungen. Die Tätigkeiten sind unterschiedlich und reichen von Montagearbeiten über Wäsche- oder Bügelarbeiten bis hin zu Verpackungstätigkeiten, je nachdem, was gerade von den Kunden nachgefragt wird. Ziel ist es, die Menschen zu einem späteren Zeitpunkt auf dem ersten Arbeitsmarkt vermittelbar zu machen. Dies jedoch gelingt oft noch nicht, da die Firmen und Betriebe häufig zu wenig Zeit und Personal hätten, um sich intensiv um die Menschen mit einem Handicap zu kümmern. „Menschen mit einem Handicap müssen ihren Platz mitten in der Gesellschaft haben. Es ist unsere Aufgabe, diese Menschen zu fördern und fordern, damit sie in möglichst vielen Bereichen selbstständig teilhaben können. Dazu gehört auch barrierefreier Wohnraum.“,  so die Haltung von SPD-Kandidat Mirko Witkowski. 

Betreut werden in der NeckarWerkstatt jeweils rund 12 Mitarbeiter/Innen von einer Betreuungskraft. Diese leitet an, gibt Hilfestellung und ist Ansprechpartner, wie die Geschäftsführerin Nadja Keucher erklärt. „Die Mitarbeiter/Innen arbeiten sehr gerne und sind froh, dass sie mit der Arbeit selbst einen Teil des Unterhalts erwirtschaften können.“, so die Geschäftsführerin weiter. Kritisch merkt sie allerdings an, dass der Lohn und vor allem Sonderzahlungen teilweise auf bezogene Sozialleistungen angerechnet werden.   

Eine besondere Herausforderung gibt es in der Sulzer NeckarWerkstatt auch noch- die Einrichtung hat mit der Lebenshilfe im Kreis Rottweil gGmbH und der Schwarzwaldwerkstatt Dornstetten gGmbH Träger aus zwei Landkreisen. Dass dies manchmal nicht ganz einfach ist, zeigte sich vor allem in der Coronazeit, als in den Landkreisen unterschiedliche Regelungen galten.

Überhaupt hatte die Pandemie weitreichende Folgen für die Mitarbeiter/Innen der NeckarWerkstatt. Teilweise mussten Aufträge mit einer deutlich reduzierten Mannschaft bewältigt werden, die Mitarbeiter/Innen verlernten die zuvor oft eingeübten Fertigkeiten und mussten diese wieder neu einüben. Außerdem zeigten sich nach der langen Zeit ohne Aufgaben Konzentrationsschwierigkeiten.

Dass der Mensch mehr im Mittelpunkt stehen muss, ist auch Mirko Witkowski sehr wichtig. Er sicherte deshalb zu, die Wünsche der Neckarwerkstatt an die entsprechenden Stellen weiterzuleiten. Dazu gehören vereinfachte Antrags- und Abrechnungsmodalitäten sowie eine im Umfang reduzierte und weniger bürokratische Verwaltung sowie die Schaffung behindertengerechten Wohnraums mit Hilfe von Ländern und Kommunen.