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Klaus Eisenhardt ist Landtagskandidat der SPD

Veröffentlicht am 03.07.2010 in Wahlen

Landesvorsitzender Nils Schmid, Zweitkandidat Jens Jäger und Landtagskandidat Klaus Eisenhardt (von li.)

Klaus Eisenhardt Landtagskandidat der Kreis-SPD / Jens Jäger wird Zweitkandidat

Klaus Eisenhardt ist der Landtagskandidat der SPD im Landkreis Rottweil. Bei der Nominierungskonferenz im Dornhaner Farrenstall wählten die Delegierten den Vöhringer einstimmig. Zweikandidat der SPD ist, wie schon bei der letzten Wahl, Jens Jäger.

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Der Optimismus bei der SPD ist groß erstmals seit 35 Jahren wieder einen Platz im Landtag zu erobern. Dafür gibt es gleich drei Gründe: Erstens: „Weil wir die besseren Konzepte haben“, so hatte der SPD-Landesvorsitzende Nils Schmid seinen Vortrag bei der Konferenz überschrieben.

Davon ist auch Eisenhardt überzeugt. Schwere Versäumnisse wirft der Betriebswirt und Pädagoge der Landesregierung in mehreren Politikfeldern vor. In der Industriepolitik fehle eine zukunftsfähige Steuerung durch die Landesregierung: „Wir hängen nach wie vor stark von der Automobilindustrie ab. Dass diese sich grundlegend ändern muss, dass jetzt alternative Antriebskonzepte marktfähig gemacht werden müssen, daran herrscht eigentlich kein Zweifel. Eines der am stärksten favorisierten Antriebskonzepte sind Elektromotoren. Dazu braucht es starke und leistungsfähige Batterien. Doch in Baden-Württemberg gibt es keinen einzigen Lehrstuhl auf diesem Gebiet.“

Auch in der Bildungspolitik versage die Landesregierung kläglich, so Eisenhardt. Aus Prinzip halte sie am gegliederten Schulsystem fest, obwohl lange bekannt sei, dass dies die Anforderungen an ein modernes Schulsystem nicht erfülle. „Wir wollen in der Bildungspolitik endlich das erfolgreiche Prinzip des „Längeren gemeinsamen Lernens“ verwirklichen, das die Chancengleichheit sowie die Neigungen und Begabungen der Schüler fördert.“

Zweitens ist es der politische Gegner, der Schwächen zeigt. „Die Monopolpartei CDU regiert uns in Baden-Württemberg Stück für Stück in den Abgrund“, ist Eisenhardt überzeugt. Das einstige „Musterländle“ Baden-Württemberg gerate im Vergleich zu anderen Bundesländern wie Hessen oder Bayern immer mehr ins Hintertreffen. Auch Schmid kritisierte den Ministerpräsidenten hart: „Herr Mappus hat kein Gerechtigkeitsempfinden.“

Drittens spielt den Genossen auch die Wahlrechtsreform in die Hände. Bisher war es so, dass für den Einzug in den Landtag die absolute Zahl der Stimmen entscheidend war. Da waren die Kandidaten aus dem „kleinen“ Wahlkreis Rottweil im Nachteil. Bei der nächsten Landtagswahl gibt jetzt erstmals der prozentuale Stimmenanteil den Ausschlag.

Die Bürger werden noch reichlich Gelegenheit bekommen, Eisenhardt kennenzulernen. Er versprach: „Ich werde einen sehr vielfältigen und interessanten Wahlkampf führen.“ Er wolle so viele Termine vor Ort machen, wie möglich, fügte er noch hinzu. Damit dürfte dann auch der Schlusssatz seiner Rede keine hohle Phrase bleiben: „Stuttgart 2011 – ich will rein!“