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Die Jusos im Kreis Rottweil zur Hungersnot in Afghanistan

Veröffentlicht am 07.01.2022 in Jusos in Aktion
 

Bereits im Sommer hatten sich die Jusos im Kreis Rottweil zu den Geschehnissen in Afghanistan geäußert. Nun hat sich die Lage nach der Machtübernahme der terroristischen Taliban, vor allem für Kinder, dramatisch verschlechtert. So haben die Sanktionen gegen die Taliban, sowie eine Dürre und Misswirtschaft, dazu geführt, dass diesen Winter geschätzt 14 Millionen Kinder in Afghanistan Hunger leiden werden. Davon sind 1 Million Kinder direkt vom Hungertod bedroht.

 

 

Da das Gesundheitssystem nach der Machtübernahme kurz vor dem Zusammenbruch steht, ist es besonders schwierig, die Kinder mit dringend benötigten Medikamenten zu versorgen. Aus diesem Grund ist es für die Jusos im Kreis Rottweil sehr wichtig, dass die internationale Gemeinschaft die Sanktionen lockert, um mehr Hilfsgüter in das Land zu lassen. Der Kampf gegen den Terrorismus darf nicht auf dem Rücken der Hilflosen ausgetragen werden, daher ist es in diesem Fall besonders wichtig, das richtige Maß zwischen Sanktionen gegen die Taliban auf der einen Seite, sowie die Unterstützung der Hilfsbedürftigen auf der anderen Seite zu finden.

Als Beispiel kann auch die harte Sanktionierung Nordkoreas durch die internationale Staatengemeinschaft gesehen werden, bei der trotz strenger Maßnahmen regelmäßig Hilfsgüter aus Südkorea geliefert werden. Dies geschieht auch im Angesicht harscher Rhetorik aus dem Nachbarstaat. Denn auch hier gilt, dass die Ablehnung der Regierung eines Landes nicht dazu führen darf, dass man ein ganzes Volk dafür hungern lässt.

Als es noch um den Kampf gegen die Taliban ging, hat die Welt bereits gezeigt, dass sie geschlossen auftreten konnte, indem sie eine internationale Koalition, die ISAF, aufgestellt hat, um diese zu bekämpfen. Nun ist dieser Kampf, vorerst, beendet, aber die Menschen brauchen dringender denn je die Unterstützung aus dem Ausland, wobei es nun um ihr reines Überleben geht. Wir hoffen, dass die Welt wieder eine Antwort findet, denn die Zeit drängt. Auch wenn es keinen Feind auf dem Schlachtfeld zu bekämpfen gilt.