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Besuch in der Hirsch-Brauerei Honer in Wurmlingen

Veröffentlicht am 07.09.2021 in Wahlkreis
 

Georg Sattler (von links), Mirko Witkowski, Hubert Hepfer und Gabi Lemke.

Seit 1782 ist die Hirsch-Brauerei Honer in Wurmlingen im Familienbesitz und ist seither ein Garant für Getränke mit höchster Qualität mit besten Zutaten aus der Region. Über die aktuellen Entwicklungen der heimischen Brauerei informierte sich der SPD-Bundestagskandidat Mirko Witkowski bei einem Firmenbesuch und einem anschließenden Rundgang durch die Brauerei zusammen mit SPD-Kreisrat Georg Sattler.

„Nicht nur die Gastronomie ist durch die Corona-Pandemie hart getroffen. Auch die Brauereien haben sicherlich eine schwere Zeit hinter sich.“, leitete SPD-Kandidat Mirko Witkowski das Gespräch mit Hubert Hepfer und Gabi Lemke (geb. Honer) von der Geschäftsleitung ein. Er wolle sich deshalb direkt ein Bild machen, wie sich Corona auf die Hirsch-Brauerei Honer auswirke und vor welchen Herausforderungen die mittelständische, heimische Brauerei steht, so Witkowski weiter.

„Wir waren im vergangenen Jahr massiv betroffen. Die massiven Umsatzrückgänge in der Gastronomie haben sich natürlich auch auf uns mit bis zu 40 prozentigen monatlichen Umsatzrückgängen ausgewirkt“, berichteten Hubert Hepfer und Gabi Lemke. Glücklicherweise habe die Hirschbrauerei Honer aber einen breiten Absatzmarkt und liefere nicht nur an Gastronomiebetriebe. Über den betriebseigenen Fuhrpark werden auch Betriebe, Kantinen, Festveranstaltungen und der Getränkehandel beliefert. „Dazu kommt, dass die Menschen weiterhin Bier trinken wollen“, so Gabi Lemke. So habe die Brauerei einen überdurchschnittlichen Zuwachs beim Flaschenbierverkauf während der Corona-Zeit festgestellt. Alles in allem kam die Brauerei noch einigermaßen gut durch die Krise, was die Geschäftsführung auch auf die gesunde Unternehmensstruktur zurückführte. Schon immer gehöre es zur Philosophie der Brauerei, regionale Zutaten zu verwenden, kurze Transportwege zu haben, höchste Qualität zu bieten und gleichzeitig in der Heimat verwurzelt zu sein und Vereine zu unterstützen. Das habe sich als richtig erwiesen. Auch das Kurzarbeitergeld habe in der Pandemie geholfen. „Wir mussten bisher noch nie auf das Kurzarbeitergeld zurückgreifen. Aber in der Coronazeit war es nötig,“ so Gabi Lemke und verwies darauf, dass die Umsetzung nicht immer einfach gewesen sei. „Es war ein Balanceakt, den betrieblichen Frieden zu wahren.“ Immer im Boot war hier der hauseigene Betriebsrat, mit dem man sich jeden Monat wieder abstimmte. Beeindruckt zeigte sich SPD-Bundestagskandidat Mirko Witkowski von den Sonderzahlungen an die Beschäftigten, die gleich ausgezahlt wurden, als es anfing, wieder anzulaufen. „Man spürt Ihre Verbundenheit und Ihre Wertschätzung gegenüber Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“, lobte Witkowski.

Angeregt diskutiert wurde auch das Thema „Arbeitszeitgesetz.“ Hier war es Mirko Witkowski wichtig, die Arbeitnehmer zu schützen. „Die Vorgabe von maximalen, täglichen Arbeitszeiten sei für die Arbeitnehmer ein wichtiger Schutz.“, weiß Witkowski aus eigener Erfahrung. Dennoch war man sich darin einig, dass es manchmal - je nach Branche - auch flexible Lösungen bräuchte. Am Beispiel der Brauerei machte Hubert Hepfer deutlich, dass es aus seiner Sicht Sinn machen würde, eine wöchentliche Höchstarbeitszeit vorzugeben. Damit könnte auf die saisonalen und häufig auch wetterbedingten Schwankungen insbesondere in den Sommermonaten besser reagiert werden.  „Eine Flexibilisierung in der Art, dass dann wirklich innerhalb der Woche ausgeglichen werden muss, wäre auch für mich gegebenenfalls vorstellbar.“, so Witkowski. Mehrarbeit dürfe nur nicht zum Dauerzustand für Arbeitnehmer werden.

Abschließend nahm Witkowski gerne die Bitte, den reduzierten Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie beizubehalten, mit. Außerdem stieß die Geschäftsleitung sofort auf Zustimmung des SPD-Bundestagskandidaten, als es um die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen und Dokumenten ging. Am Beispiel eines gelernten LKW-Fahrers, dessen Berufskraftfahrerlaubnis von deutscher Seite her erst noch anerkannt werden muss, wurde schnell klar, dass es nicht so sein darf, dass man mehr als 2 Jahre für die Anerkennung der Fahrerlaubnis brauche.