SPD-Landtagsfraktion im Kreis Rottweil

Rita Haller-Heid und Dr. Frank Mentrup besuchen das Rottweiler Berufsschulzentrum

Wie Bildung und Berufsausbildung im Rottweiler Berufsschulzentrum in der Heerstraße aussieht, dafür interessierte sich der bildungspolitischen Sprecher der SPD Landtagsfraktion, Dr. Frank Mentrup und Rita Haller-Haid,MdL. Begleitet wurden sie von Dr. Winfried Hecht, Winfried Wössner, Heinz Vogt, Arved Sassnick und Edith Graßhoff. Die ohnehin schon reichhaltige Schullandschaft Rottweils mit ihren 3 städtischen Gymnasien wird durch 3 berufliche Gymnasien, mehrere Berufsfachschulen und eine große Zahl von Berufsschulklassen bereichert, in denen insgesamt fast 3000 Schüler unterrichtet werden. Von Studiendirektor Axel Rombach, dem stellvertretenden Schulleiter der Kaufmännischen und Sozialwirtschaftlichen Schulen, ließ sich Dr. Frank Mentrup die gut ausgestatteten Räumlichkeiten zeigen. Besonderes Interesse galt dabei der Übungsfirma, in der Vollzeitschüler die Geschäftsabläufe einer Handelsfirma in einem eigens eingerichteten Büro simulieren und sich damit auf spätere Tätigkeiten vorbereiten können. " Teile der Inneneinrichtung verdanken wir ortsansässigen Sponsoren, aber den Löwenanteil der exzellenten Ausstattung bezahlt der Landkreis als Schulträger!" so Herr Rombach auf Nachfrage. Nach einem Durchgang durch die Laborräume des vor zweieinhalb Jahren neugegründeten biotechnischen Gymnasiums folgte dann eine lebhafte Diskussion über die oft unterschätzte Bedeutung dieses ganzen Schulzweigs. Dabei wurden neben dem Positiven auch die Probleme angesprochen, die in der Schule auftreten: Versorgung mit Lehrern und Schulsozialarbeitern bei gleichzeitigem Ansteigen der Anforderungen in Unterricht und Schulorganisation. Dr. Frank Mentrup warnte davor, einer Abschiebementalität nachzugeben: Schwache Schüler und Problemfälle möglichst "nach unten durchzureichen, bis am Schluss nur noch die Jugendhaftanstalt als letzte Instanz der Gesellschaft übrig bleibt, kann auch keine Lösung sein!" Dringend nötig sei die Betreuung von Problemfällen unter den Schülern durch Schulsozialarbeiter, darin waren sich die Anwesenden in der Diskussionsrunde einig. Diese müssten vom Land bezahlt werden und nicht den Kommunen oder den Kreisen aufgehalst werden. Bleibe die jetzige Situation, dann hänge letztlich der Schulerfolg in manchen Fällen davon ab, ob eine Kommune oder der Landkreis sich hier stark oder überhaupt nicht engagiere. "Die Lehrer sind aufgrund ihrer Ausbildung und jetzt schon riesigen Belastung nicht in der Lage, Problemschüler, die in den BVJ-Klassen besonders stark zu finden sind, so zu betreuen, wie dies erforderlich wäre," so Dr. Frank Mentrup. Herr Rombach wies darauf hin, dass die Schule durch eine kleinere Klassenstärke gerade in diesen BVJ - Klassen versuche, den Lehrkräften die ohnehin schwierige Betreuung dieser Schüler zu erleichtern. Dr. Frank Mentrup zeigte sich hier auch aufgrund seine beruflichen Tätigkeit gerade in dieser Materie als kundig und sattelfest.

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