Solidarität mir den Beschäftigten in der Lohnrunde 2008

Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst, im Einzelhandel und bei den TPG's (T-Punkten) fordern nach Jahren sinkenden Reallohns mehr Lohn. Bei VERDI z. B. möchte man für die TPG's 6,5 % mehr Entgelt, die Arbeitgeber bieten nur 1,8 %.
Die Forderungen der Kollegen verdienen unsere Solidarität. Warum?

Wegen der Gerechtigkeit :
Während sich in den letzten Jahren die Kollegen mit einem Sinken ihrer Reallöhne zufrieden geben mussten, stiegen die Gehälter der Spitzenverdiener teilweise um 40 und 50 %.

Der Richtige Zeitpunkt ist da:
Maßhalten, und Lohnverzicht waren die häufig erklärten Forderungen der Arbeitgeber in den früheren konjunkturschwachen Zeiten. Seit eineinhalb Jahren brummt die Konjunktur. Wenn nicht jetzt, wann dann sollen die Kollegen mehr Geld in der Tasche haben? Wir lehnen die billigen Forderungen der Unternehmer und ihrer politischen Freunde ab, die jetzt, wo es gut läuft, schon wieder Lohnverzicht und Mäßigung fordern, "um die Konjunktur nicht zu gefärden". Wenn es nach denen ginge, wäre nie der richtigen Zeitpunkt für mehr Geld in den Taschen der Beschäftigten.

Binnennachfrage erhöhen:

Besonders der Einzelhandel hatte in früheren Jahren unter der schwachen Nachfrage der Kunden gelitten - sicher auch bedingt durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und insgesamt eine nachweisbare Realohnabsenkung. Jetzt kann durch mehr Geld in den Taschen der Beschäftigten auch der Einzelhandel profitieren, wenn dadurch die Binnennachfrage steigt. Lohnsteigerungen wirken somit konjunkturstärkend.

Daher erklären wir uns im SPD-Kreisverband solidarisch mit den Kollegen, die in dieser Lohnrunde mehr Geld fordern. Sie haben es verdient!

Arved Sassnick

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